Alternative Bezeichnungen (verschiedene Sprachen):
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Seidel
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Maßkrug
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Krug
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Stein
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Žejdlík
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(Beer) Mug
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Tankard
Typische Füllmengen:
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Vorwiegend: 0,3 l und 0,5 l
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1 l (der sogenannte „Maßkrug“ oder Bierkrug), typisch für das Oktoberfest
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Seltener: 0,2 l, 0,25 l und weitere
Beschreibung:
Der klassische Bierseidel mit Henkel ist – gemeinsam mit dem
Willy-Becher – das am häufigsten verwendete Bierglas in tschechischen Gastronomiebetrieben. Ursprünglich stammt dieser Typus vom deutschen Steinkrug (Stein), bei dem das ursprüngliche Steinzeug später durch Glas oder andere Materialien ersetzt wurde.
Zwei grundlegende Eigenschaften machen den Bierseidel aus: Robustheit und die Fähigkeit, die Temperatur des Bieres zu halten. Die dicken Glaswände – idealerweise vor dem Einschenken gekühlt (nicht gefroren) – halten das Bier länger kalt. Durch den Henkel wird das Bier nicht von der Handwärme beeinflusst, und das Glas liegt auch bei höherem Gewicht angenehm in der Hand. Dank seiner Stabilität gehört der Seidel zu den wenigen Glasarten, mit denen man beim Anstoßen ordentlich „zuschlagen“ kann, ohne dass er zu Bruch geht.
Die Form ist meist schlicht – ein Zylinder mit breiter Öffnung, durch die das Bieraroma freigesetzt wird und genug Platz für eine kräftige Schaumkrone bleibt. Da größere Biermengen in Seideln ausgeschenkt werden, ist es besonders wichtig, dass das Bier möglichst lange kühl bleibt. Das äußere Design variiert: manche Gläser haben typische „Dellen“ oder Facetten (z. B. Krug, Seidel), andere sind vollkommen glatt. Manche Varianten besitzen sogar einen Deckel.
Der Begriff Maßkrug stammt aus Bayern und bezeichnet den Literkrug („Maß“ = 1 liter), wie er traditionell auf dem Oktoberfest verwendet wird.
In Deutschland ist der klassische Steinkrug mit Scharnierdeckel nach wie vor beliebt, insbesondere bei traditionellen Biersorten. Neben Steinzeug werden auch Materialien wie Silber, Zinn, Holz oder Porzellan verwendet.
Der Bierseidel bzw. Bierkrug ist das typische Glas für untergärige Biere aus Mitteleuropa und Deutschland – also vor allem für tschechische und deutsche Lagerbiere. Er ist ideal für Biere, die kalt serviert werden sollten, sowie für Sorten mit mittlerem oder geringem Alkoholgehalt – sowohl unter- als auch obergärig.
Basierend auf der Publikation „Pivní sklo a pivní styly“ (Bierglas und Bierstile) von Ondřej Nývlt und Petr Novotný, 2019.
Hinweis von Condec:
Bierkrüge werden mit zwei Haupttechnologien hergestellt: Pressen und Press-Blas-Verfahren.
Das Pressverfahren erzeugt tendenziell klareres Glas, ist aber in der Formgebung eingeschränkt. Da der Formdorn nach dem Formen herausgezogen werden muss, muss die Innenform des Kruges konisch nach außen zulaufen. Falls das äußere Design schmaler gestaltet wird, geschieht dies nur durch unterschiedliche Wandstärken. Um das Gewicht zu reduzieren, werden oft Verzierungen oder Rillen eingebracht, die Material entfernen.
Ideales Gewicht für gepresste Krüge: bis zu 800 g
Press-geblasene Bierseidel, wie das Modell Tubinger, können eine nach innen gewölbte, sich verjüngende Innenform haben, was sich positiv auf das Einschenken, Aroma und den Geschmack des Bieres auswirkt. Typisches Gewicht: ca. 650 g
In unserem Sortiment:
Wir bieten eine breite Auswahl an Bierseidel aus beiden Herstellungsverfahren.
Beliebte gepresste Bierkrüge:
Meistverkaufte press-geblasene Bierseidel: